Den Abschluss in der Tasche

Von Detlef Dreessen, Segeberger Zeitung vom 24.06.2019

Viele Sventana-Schüler streben höhere Abschlüsse an – Berufsvorbereitung spielt große Rolle

Laura Jörs

Bornhöved. 45 Erste allgemeinbildende Schulabschlüsse (ESA), gut 40 Mittlere Schulabschlüsse (MSA) und zehn externe Schüler, die sich außerhalb der Sventana-Schule auf ihren ESA vorbereitet hatten und die Prüfungen in der Gemeinschaftsschule ablegten, waren in Bornhöved zu feiern. Schick zurecht gemacht versammelten sich Schüler, Lehrer, Eltern und Vertreter des Schulverbandes für den großen Tag in der Mensa.

Die meisten der knapp 100 Schüler, die ihr Abschlusszeugnis entgegennahmen, werden weiter zur Schule gehen, berichtete Schulleiterin Bettina Becker. So auch Laura-Luisa Jörs (16) aus Tensfeld. Sie wurde mit einem Notendurchschnitt von 1,4 Jahrgangsbeste Schulabgängerin der 10. Klassen. Sie will an der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule ihr Abitur ablegen. Danach kann sie sich „etwas im Bereich der Medizin“ vorstellen.

In der Klasse 10b legte Leonard Diehnelt mit 2,1 den besten Abschluss hin. Bei den Neuntklässlern, die ihren ESA absolvierten, stand im Zeugnis von Tjoline Moritz mit 1,8 der beste Notendurchschnitt.

Eine ganze Reihe der Schüler wechsle aber auch von der Schulbank in eine Lehre, sagte Bettina Becker. Dazu habe die gute Kooperation mit einer Reihe von Unternehmen aus der Region beigetragen. „Viele Schüler haben im Laufe der Schuljahre bei unseren Kooperationspartnern Berufsfelder kennengelernt. Sie haben jetzt Ideen, wie ihr Leben aussehen kann.“ Das erleichtere den Übergang von der Schule in den Beruf.

Dass die Schüler offen fürs Berufsleben seien, liege auch an „viel Geduld“ der Kooperationspartner, lobte die Schulleiterin. Auch bei der Abschlussfeier waren Vertreter der Kooperationspartner anwesend. „Unsere Berufsorientierung ist super. Bei uns sind Firmen aus Trappenkamp, Bornhöved, Wankendorf, Bad Segeberg und anderen Gemeinden aktiv vor Ort. Das haben wenige Schulen“, so Becker und betonte: „Das geht nur durch den Einsatz der Lehrkräfte.“ Für die Kollegen bedeute die intensive Berufsvorbereitung viel Mehrarbeit. „Die gehen hin in die Betriebe, sind überall präsent.“ Dadurch entwickelt sich auch ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrern, das entspannt das Miteinander. Nach den durch Pubertät anstrengenden 7. und 8. Jahrgängen sei der 10. Jahrgang „eine Erholungskur“. Für besonderes soziales Engagement wurden die Zehntklässler Adrian Hennigsen und Justin Ahmend geehrt.

Von Detlef Dreessen, Segeberger Zeitung vom 24.06.2019

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