Besuch im KZ Neuengamme

Im Folgenden werden einige Beiträge von Schülerinnen oder Schülern der Klasse 10b veröffentlicht.

Am Donnerstag, dem 5. September 2019 sind meine Klasse und ich mit dem Bus nach Neuengamme in die KZ-Gedenkstätte gefahren.

Als wir dort ankamen, hatten wir folgende Aufgaben: wir haben Fragen bekommen, um diese dort zu bearbeiten und uns Notizen zu machen. Nach dem Einführungsgespräch durften wir uns zu zweit oder zu viert aufteilen, um uns selbstständig im KZ zu bewegen und um uns einen Eindruck von der Lage zu machen.

Am Anfang war es gruselig durch die ganzen Räume zu gehen – aber dann ging es wieder. Das Wetter dort war windig und kalt, aber durch die ganze Bewegung war es nicht so schlimm. In der Ausstellung gab es viele Schilder, auf denen alles erklärt wurde über die ganze grässliche Zeit. Eigentlich war die Wortwahl neutral, die Inhalte trafen mich aber doch tief. Es gab auch Bilder neben Originalausstellungsstücken, die wiedergeben, welche Verbrechen von 1940 – 1945 in unserer Gesellschaft passiert sind. Es soll unserer Gesellschaft sowie unserer zukünftigen Generation Mahnung sein, welche Folgen es hat, wenn man blind ist und einem Rassismus folgt.

Erst in der Cafeteria wurde mir wieder warm.

Allgemein: der Ausflug in das KZ war beeindruckend und hat uns einen nachhaltigen Eindruck über die grauenhaften Taten während der NS-Zeit gegeben. Was ich gut fand , war, dass wir nicht nur das Thema im Unterricht behandelt haben, sondern auch, dass wir diese Zeit hautnah haben kennen lernen dürfen.

Ziegelei, Bild: Sventana-Schule

Ich fand den Ausflug dahin sehr interessant und die Busfahrt sehr anregend. Ich fand es allerdings ein bisschen schade, dass wir keine Führung hatten, denn ich glaube, dann hätte ich das Ganze, was da passiert ist, besser verstanden und tiefer eintauchen können.

Die Vorstellung, dass da, wo ich stand, total viele Menschen gestorben sind, fand ich beängstigend und gruselig. Mir ist bei diesem Ausflug noch mal viel deutlicher bewusst geworden, wie schlimm das damals alles war und wie sehr die Menschen gelitten haben.

Ich finde es gut, dass es solche Orte wie Neuengamme gibt, die uns dran erinnern, dass so was nie wieder passieren darf.

Ehemalige Baracken und Verwaltungsgebäude, Bild: Sventana-Schule

Am Donnerstag, dem 5.9.19 sind wir mit dem Jahrgang nach Hamburg ins KZ Neuengamme gefahren. Von der Schule aus fuhren wir mit dem Bus aufs Gelände. Dort bekamen wir einige Gebäude zu Gesicht, z.B. die riesige Ziegelfabrik (für den Neu- und Umbau Hamburgs) und die SS-Häuser. Auf dem Gelände befanden sich leider nur ein Museum, das ehemalige Verwaltungsgebäude (s. Bild 2), die Ziegelfabrik (s. Bild 1) und noch ein paar kleinere Einrichtungen der SS. Die Gaskammern, sprich das „Lagergefängnis“, wo die Häftlinge vergast worden waren, wurden, wie auch das Krematorium, die Baracken und der Strafbunker (s. Bild 3) 1949 abgebaut.

Reste des Strafbunkers, Bild: Sventana-Schule

Alles in allem hat mir der Ausflug gut gefallen. Es war sehr interessant zu sehen, dass sich die Menschheit kein bisschen verändert hat und dass Sklaverei noch vor 50 Jahren auf der Tagesordnung stand. Außerdem hätte ich es schön gefunden, wenn wir eine Führung gekommen hätten – aber auf eigene Faust war auch nicht schlecht.

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