Schulprogramm

Schulprogramm der Grund- und Gemeinschaftsschule Bornhöved

1. Das gesunde Fundament

Die Säulen unseres Schulprogramms bilden eine tragfähige Grundlage. Der Begriff der Werte scheint uns schlagkräftig dafür zu stehen. Wir wollen zur Zivilcourage, Ehrlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft erziehen. Die Vermittlung von Orientierung und Grenzen sehen wir als notwendige Basis von Leistungsfähigkeit, Anstrengungsbereitschaft, Stabilität und Motivation.

2. Konzept des gemeinsamen Arbeitens

Folgende pädagogische Leitlinien sollen gelten:

2.1 Methoden- und Medienkompetenz

Wir arbeiten, z. Zt. schwerpunktmäßig im Bereich der 5. und 6. Klassen mit einem individuell an der Schule entwickeltem und bereits erprobten Methodentraining. Ziel dieses Bereiches ist der kontinuierliche Ausbau und die Erweiterung auf alle Klassenstufen.

2.2 Individuelle Förderung und Lernberatung

Die Schülerinnen und Schüler sollen das nach ihren Möglichkeiten beste Fun-dament an Allgemein- und Fachwissen sowie den geforderten Kompetenzen aus den Lernplänen und den Bildungsstandards erhalten. Die Eigenverant-wortung und Eigenständigkeit insbesondere für den eigenen Lernfortschritt soll bei jeder Schülerin/jedem Schüler entwickelt und gestärkt werden. Dabei werden bekannte Überprüfungsmethoden berücksichtigt. Hierbei werden sie u. a. durch folgende Fördermaßnahmen unterstützt:

Zielvereinbarungsgespräche

Zu Schuljahresbeginn und zum Halbjahresbeginn finden Zielvereinbarungsgespräche im Rahmen der Unterrichtszeit statt. Die Klassen 1 und 5 führen diese nur zum Halbjahresbeginn durch.

Schülerplaner

Mit Hilfe des von der Schule entwickelten Schülerplaners planen die Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag.

Lernpläne

Leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler helfen Lernpläne bei der Aufarbeitung von Schwächen und Defiziten.

Das schulinterne Förderkonzept enthält sämtliche Fördermaßnahmen und wird in regelmäßigen Abständen überprüft und den Möglichkeiten angepasst.

2.3 Innere und äußere Differenzierung

Innere und äußere Formen der Differenzierung sehen wir als eine wichtige Möglichkeit unsere Schülerinnen und Schüler im täglichen Unterricht zu fordern und zu fördern.

Im regulären Unterricht wird durch Teamteaching-Stunden die Möglichkeit gegeben, leistungsschwächere oder auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler zu fördern bzw. zu fordern.

Im Rahmen von sonderpädagogischer Förderung können leistungsschwä-chere Kinder sowohl im Unterricht als auch in Einzelfällen außerhalb des Klassenverbandes gefördert werden.

Zur Aufarbeitung verpasster bzw. unverstandener Unterrichtsthemen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in einem „Lernbüro“ diese Defizite mit Hilfe eines Lehrers/einer Lehrerin aufzuarbeiten.

2.4 Selbstbestimmung, Kreativität, projektorientiertes Lernen

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Selbstbestimmung, Kreativität und projektorientiertes Lernen gefordert und gefördert werden. (siehe auch Konzept der Gemeinschaftsschule 2.3 und Anhang)

Selbstbestimmung:

–          Kenntnis über die zu erreichenden fachlichen Lernziele

–          Selbstverantwortete Lernphasen

–          Schülermitbestimmung

–          Stärkung der Verantwortlichkeit

–          Expertensystem

–          Helfersystem

–          Partner- und Gruppenarbeit

Kreativität:

–          Feste Verankerung der Fächer Kunst, textiles und technisches Werken,  Musik im Stundenplan

–          Fächerübergreifende Projekte mit Aspekten aus der ästhetischen Bildung

–          Jahrgangsübergreifende Wahlpflichtangebote;  Planung und Durchführung von Veranstaltungen; z.B. Klassen- und Schulfeste, Wander- und Sporttage

Projektorientiertes Lernen:

–          klassen-, fächer- und jahrgangsübergreifende Projekte in unter-schiedlich festgelegten zeitlichen Blöcken , wie Projekttage, Wahlpflichtkurse, AG’s, Flexible Eingangsphase

2.5 Stärkung der Sozial- und Konfliktlösungskompetenz, Gewalt- und Suchtprävention

Neben ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern, die im präventiven Bereich und im Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) tätig sind, bekommen wir Unterstützung von außerschulischen Experten, wie z. B. Schulsozialarbeiter und psychosoziale Betreuung (ATS). Sie entwickeln ein Konzept zur Schulsozialarbeit und unterstützen die Schule u.a. in folgenden Bereichen:

–          Betreuung schwieriger Schülerinnen und Schüler im Schulalltag

–          Konfliktberatung

–          Pausenaufsicht

–          Elternarbeit

–          Bindeglied zu außerschulischen Institutionen

2.6 Schülermitverantwortung

Um die Mitverantwortung unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken, sind sie in den Ablauf des schulischen Alltags auch außerhalb des Unterrichts eingebunden. Sie übernehmen Aufgaben in Bereichen wie z. B.:

–          Streitschlichterteams

–          Verkehrshelfer

–          Buslotsen

–          Schulsanitätsdienst

–          Aufsichtshelfer

–          Patenschaften

–          SV

Die Schülerinnen und Schüler werden hierbei in diesen Bereichen regelmäßig fortgebildet und professionell betreut.

2.7 Elternmitverantwortung

Die Eltern sind in folgenden Bereichen in das Schulleben eingebunden und können es aktiv mitgestalten:

–          Klassen- und Schulelternbeirat, Schulkonferenz

–          Klassen- und Fachkonferenzen

–          Informationsaustausch

–          Beteiligung an Schulprojekten/Aktionen

–          Berufsorientierung

2.8 Berufsorientierung

Die Berufsorientierung ist ab dem 5. Jahrgang ein durchgängiges Unterrichtsprinzip mit jeweils altersgemäßen Angeboten in allen Fächern. Dazu gehören u.a.:

–          Erstellung einer Bewerbungsmappe

–          Bewerbungs- und Kommunikationstraining zur Steigerung des individuellen Chancen am Arbeitsmarkt

–          Einstellungstests

–          Betriebserkundung eines ausgewählten Betriebs in der Region

–          Einzelberatung mit dem/der BerufsberaterIn

–          Berufswahlpass

–          Jobbörse

–          Hospitation an den Berufsfachschulen

2.9 Öffnung der Schule nach außen

An außerschulischen Orten werden häufig Fähigkeiten wie Organisationsta-lent, Phantasie oder Durchsetzungsvermögen in besonderem Maße abgefor-dert. Ziel ist es, diesen Bereich des Lernens zu erweitern und die zahlreichen Kontakte zu Kooperationspartnern im unmittelbaren Umkreis der Schule auszubauen. Dazu gehört die Kooperation mit ausgewählten, außerschulischen Partner aus z.B. Handwerk und Handel, Polizei, Feuerwehr, Behörden, Banken und Versicherungen.

3. OGS

Unsere Schule bietet eine Offene Ganztagsschule (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) an, deren Kurse freiwillig von den Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen in unterschiedlichen Angeboten aus folgenden Bereichen ausgewählt werden können:

–          Kreativität

–          Naturwissenschaften

–          Sport

–          Betreuung der Hausaufgaben, Betreuung vor der Schule

Außerdem besteht die Möglichkeit, in der Mensa an den ausgewiesenen Tagen eine Mittagsmahlzeit einzunehmen.

 

 

Dieses Schulprogramm wird in regelmäßigen Abständen durch ein Gremium bestehend aus Lehrervertreter/innen, Eltern und Schülervertreter/innen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

aktualisiert: 11.11.2009/Kum

Das Schulprogramm wird im Laufe des Sj. 2015/16 überarbeitet!